Selbst umziehen oder Firma beauftragen?
Der Selbstumzug ist billiger, aber nicht so viel billiger, wie die meisten denken. Hier die Rechnung, ohne Werbung.
Was der Selbstumzug wirklich kostet
Ein Transporter mit sieben Kubikmetern kostet für einen Tag zwischen 70 und 120 Euro, dazu Kilometergeld und Sprit. Rechnen Sie mit 150 bis 200 Euro für den Wagen allein. Dazu kommen Kartons, Decken, Gurte und eine Sackkarre, zusammen leicht 80 Euro.
Der größte Posten steht nirgends auf der Rechnung: die Helfer. Vier Freunde für einen ganzen Samstag sind keine Kleinigkeit, und die Gegenleistung ist meist Verpflegung plus ein Gefallen, den Sie irgendwann zurückgeben. Wer ehrlich rechnet, landet bei 250 bis 350 Euro plus einem verlorenen Wochenende.
- Transporter für einen Tag: 150 bis 200 Euro
- Kartons und Packmaterial: rund 80 Euro
- Verpflegung für vier Helfer: 60 bis 100 Euro
- Ihre eigene Zeit: ein bis zwei ganze Tage
Wo der Selbstumzug sinnvoll ist
Bei einer Garçonnière ohne schwere Möbel, mit Lift und Parkplatz vor der Tür, ist der Selbstumzug eine vernünftige Entscheidung. Sie sparen echtes Geld und das Risiko ist gering, weil kaum etwas Schweres zu tragen ist.
Dasselbe gilt für Studierende, die alle zwei Jahre umziehen und deren Einrichtung im Wesentlichen aus zerlegbaren Regalen besteht. Wer wenig besitzt, braucht keine Firma.
Wo es kippt
Ab zwei Zimmern, ohne Lift oder mit einem Kleiderkasten, der nicht durch die Tür geht, dreht sich die Rechnung. Sie brauchen dann mehr Helfer, mehr Zeit und Werkzeug, das Sie nicht haben. Ein Kasten, der im Stiegenhaus verkantet, kostet mehr an Nerven als der ganze Umzug an Geld.
Der zweite Kipppunkt sind schwere Einzelstücke. Ein Klavier, ein Tresor, eine Marmorplatte oder eine Waschmaschine über vier Stock sind kein Freundschaftsdienst mehr, sondern eine Frage der Technik. Hier ist das Risiko für Rücken und Möbel real.
Der ehrliche Vergleich
Für eine Zweizimmerwohnung in Wien kostet der Umzug mit Firma ab 690 Euro als Fixpreis. Der Selbstumzug kostet Sie realistisch 300 Euro und zwei Tage. Die Differenz sind etwa 400 Euro für zwei gewonnene Tage, kein Muskelkater und kein Risiko am Stiegenhaus.
Diese Rechnung muss jeder für sich machen. Wer Zeit hat und wenig besitzt, fährt selbst. Wer arbeitet, Kinder hat oder in den vierten Stock zieht, ist mit einer Firma meistens besser dran.
Die Mischform, die oft übersehen wird
Sie müssen sich nicht entscheiden. Viele unserer Kunden packen selbst und lassen nur tragen und fahren. Das senkt den Preis spürbar, weil der Verpackaufwand entfällt, und nimmt trotzdem den schweren Teil ab.
Die andere Variante ist der Teilauftrag: Wir nehmen nur die schweren Stücke, den Kasten, die Couch, die Waschmaschine, und Sie fahren die Kartons selbst. Fragen Sie danach, wir rechnen es Ihnen aus.
Häufige Fragen
Ist ein Selbstumzug versichert?
Nein. Wenn beim Tragen etwas kaputtgeht, tragen Sie den Schaden selbst. Das gilt auch für Schäden am Stiegenhaus, für die Sie als Mieter geradestehen.
Wie viele Helfer brauche ich?
Für eine Zweizimmerwohnung mindestens vier, wenn kein Lift vorhanden ist. Mit zwei Personen dauert derselbe Umzug nicht doppelt, sondern etwa dreimal so lange.
Kann ich nur die schweren Möbel beauftragen?
Ja, das machen wir oft. Sie fahren die Kartons selbst, wir nehmen Kasten, Couch, Bett und Waschmaschine. Fragen Sie nach dem Preis für diesen Teilauftrag.
Was spare ich, wenn ich selbst packe?
Deutlich, weil der Verpackservice der zeitaufwendigste Teil ist. Der Transport selbst bleibt gleich, aber Sie zahlen keine Packstunden.
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