Umzug ohne Ärger mit den Nachbarn
Ein Umzugstag ist laut und steht im Weg. Wer vorher einen Zettel aufhängt und zwei Anrufe erledigt, hat im Haus danach trotzdem noch seine Ruhe.
Ruhezeiten kennen
In Wien gilt Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr, dazu kommen die Zeiten aus der Hausordnung, meist eine Mittagsruhe zwischen 12 und 15 Uhr sowie Sonn- und Feiertage. Die Hausordnung hängt im Stiegenhaus aus oder liegt dem Mietvertrag bei, ein Blick darauf dauert zwei Minuten.
Planen Sie den Umzug an einem Werktag zwischen 7 und 19 Uhr. Mit dem Tragen kann früh begonnen werden, lautes Zerlegen mit Akkuschrauber legen Sie besser auf die Zeit nach acht Uhr. Samstag ist rechtlich ein Werktag und für Umzüge üblich, Sonntag sollten Sie meiden.
Aufzug rechtzeitig reservieren
Melden Sie den Umzug mindestens eine Woche vorher bei der Hausverwaltung an und fragen Sie, ob der Aufzug reserviert werden kann. Manche Häuser verlangen dafür eine kurze schriftliche Meldung, manche stellen Schutzmatten für die Kabine zur Verfügung.
Der Aufzug wird nie mit einem Keil blockiert. Das löst in vielen Anlagen eine Störung aus, dann kommt der Techniker und die Rechnung geht an das Haus. Achten Sie außerdem auf die Tragkraft, in Altbauten mit nachträglich eingebautem Lift sind 250 Kilogramm keine Seltenheit. Ein Kühlschrank plus zwei Personen ist dann schon zu viel.
Hausbetreuung und Hausverwaltung informieren
Ein kurzer Anruf bei der Hausbetreuung bringt am meisten. Sagen Sie Datum, Zeitfenster, Fahrzeuggröße und ob eine Halteverbotszone eingerichtet ist. Wer den Hof mitbenutzen darf, spart sich den halben Trageweg, aber fragen muss man vorher.
Bei Genossenschaften und im Gemeindebau ist die Anmeldung teilweise verpflichtend. Fragen Sie lieber einmal zu viel nach, das kostet nichts.
Stiegenhaus schützen
Kanten und Türstöcke bekommen die Schäden, nicht die Wände in der Mitte. Wir arbeiten mit Decken und Kantenschutz an den engen Stellen, zusätzlich lohnt sich ein Karton auf den ersten Stufen und ein Tuch über dem Handlauf.
Lassen Sie die Haustür nicht dauerhaft offen stehen. Besser ist, dass jemand am Fahrzeug bleibt und jemand oben. Falls doch etwas beschädigt wird, melden Sie es sofort und fotografieren es. Ein Kratzer, den man am selben Tag anspricht, ist ein Sachverhalt, ein Kratzer, den jemand später entdeckt, ist ein Streit.
Der Zettel im Stiegenhaus
Drei bis fünf Tage vorher ein Blatt neben die Haustür, freundlich und kurz. Das wirkt mehr als alles andere, weil niemand gern überrascht wird.
- Datum und Zeitfenster, zum Beispiel Dienstag, 8 bis 14 Uhr
- Stockwerk und Türnummer, damit klar ist, wen es betrifft
- Vorname und Handynummer für den Fall, dass jemand ausparken muss
- Ein Satz zur Halteverbotszone, wenn Sie eine eingerichtet haben
Wenn doch jemand schimpft
Diskutieren Sie nicht im Stiegenhaus, während zwei Träger mit einem Kasten warten. Nennen Sie ruhig die Uhrzeit, zu der Schluss ist, und bieten Sie an, kurz zu unterbrechen, wenn jemand vorbei muss.
In den allermeisten Fällen ist das Thema damit erledigt. Ein Umzugstag ist einmalig, die Nachbarschaft bleibt.
Häufige Fragen
Darf ich am Samstag übersiedeln?
Ja, Samstag gilt als Werktag und ist für Umzüge üblich. An Sonn- und Feiertagen sollten Sie darauf verzichten.
Wie lange vorher muss ich den Aufzug anmelden?
Etwa eine Woche. Manche Hausverwaltungen wollen es schriftlich, viele reservieren den Lift auf Zuruf für ein paar Stunden.
Muss ich das Stiegenhaus abdecken?
Vorgeschrieben ist es meist nicht, sinnvoll fast immer. Wir sichern die engen Stellen mit Decken und Kantenschutz.
Brauche ich eine Genehmigung der Hausverwaltung?
Für den Umzug selbst in der Regel nicht. Für die Nutzung von Hof, Rampe oder Lift und für eine Halteverbotszone fragen Sie besser vorher an.
Holen Sie sich Ihren Fixpreis
Kostenlose Besichtigung vereinbaren – telefonisch oder per WhatsApp. Das Angebot kommt schriftlich, entscheiden können Sie in Ruhe.