Umzugskartons richtig packen
Ein gut gepackter Karton trägt sich leichter, stapelt sicher und landet in der neuen Wohnung im richtigen Zimmer. Das sind die Handgriffe dahinter.
Der Boden entscheidet
Ein Karton reißt fast immer unten auf, und zwar an der Mittelnaht. Falten Sie die Laschen deshalb nicht ineinander, sondern kleben Sie zwei Bahnen Klebeband über die Naht und eine dritte quer darüber. Das dauert zehn Sekunden und hält auch, wenn der Karton im dritten Stock schräg gehalten wird.
Kleben Sie den Deckel erst zu, wenn der Karton wirklich fertig ist. Ein zweimal geöffneter Karton verliert die Hälfte seiner Festigkeit.
Schweres in kleine Kartons
Die wichtigste Regel lautet: schwer in klein, leicht in groß. Bücher, Geschirr, Werkzeug und Konserven kommen in kleine Kartons, Bettzeug, Kleidung und Deko in große. Machen Sie am Ende die Hebeprobe und heben Sie den Karton kurz an einem Griff an. Wenn Sie ihn nicht bequem eine Stiege hochtragen würden, ist er zu schwer.
Als Obergrenze gelten 15 bis 20 Kilo. Ein großer Karton voller Bücher liegt weit darüber und geht spätestens am Podest auf.
Hohlräume füllen
Was sich im Karton bewegt, geht kaputt. Füllen Sie deshalb jeden Zwischenraum, am besten mit Dingen, die ohnehin mitfahren: Handtücher, Geschirrtücher, Bettwäsche, Socken. Das spart Papier und einen halben Karton.
Füllen Sie bis knapp unter die Oberkante, damit der Deckel flach schließt. Ein gewölbter Deckel macht den Stapel wacklig, und ein wackliger Stapel kippt genau dann, wenn niemand hinsieht.
Bücher, Geschirr, Gläser
Bücher stellen Sie aufrecht mit dem Rücken nach unten oder legen sie flach, aber nie schräg. Schräg gestellte Bücher verziehen sich auf der Fahrt und drücken den Karton auseinander.
Teller stehen hochkant nebeneinander wie Schallplatten, mit einem Blatt Papier dazwischen. Liegend gestapelte Teller brechen deutlich häufiger. Gläser wickeln Sie einzeln ein und stellen sie senkrecht ins obere Drittel, Tassen mit dem Henkel nach innen. Töpfe passen ineinander, wenn ein Tuch dazwischenliegt, Deckel fahren getrennt daneben.
Angebrochene Flaschen fahren aufrecht in einer eigenen Kiste mit, nicht im Kartonstapel.
Beschriften nach Zielraum
Schreiben Sie auf den Karton, wohin er soll, nicht was drin ist. Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad. Wir stellen ihn dann sofort richtig ab, und Sie tragen abends nichts mehr durch die Wohnung.
Beschriften Sie zwei Seitenwände, nie nur den Deckel. Im Stapel sieht man den Deckel nicht. Kleben Sie in der neuen Wohnung ein Blatt mit dem Raumnamen an jede Tür, dann findet auch jemand den Weg, der die Wohnung zum ersten Mal betritt. Ein Zusatz wie sofort auspacken auf drei bis vier Kartons hilft am ersten Abend.
Die Kiste für den ersten Abend
Packen Sie eine Kiste, die im eigenen Auto mitfährt und nicht im Transporter. Hinein kommt alles, was Sie am Abend brauchen, bevor der erste Karton offen ist: Toilettenpapier, Seife, ein Handtuch, Bettwäsche, Ladekabel, Medikamente, Kaffee, ein Schraubenzieher und die Dokumente.
Diese eine Kiste entscheidet darüber, ob der Umzugstag entspannt endet oder ob Sie um zehn Uhr abends fünfzehn Kartons aufschneiden.
Häufige Fragen
Wie viele Kartons brauche ich?
Als Faustregel etwa ein halber Karton je Quadratmeter Wohnfläche. Für 60 Quadratmeter sind das rund 30 Stück, davon ein Drittel kleine für Schweres.
Woher bekomme ich stabile Kartons?
Bei uns ab € 3,50 pro Stück, geliefert vor dem Umzugstag. Zweiwellige Pappe erkennen Sie an der Kante, gebrauchte Kartons nur nehmen, wenn sie formstabil sind.
Kann die Kleidung im Kasten bleiben?
In Fachböden bei kurzen Wegen manchmal ja, in Schubladen nie. Bei zerlegten Kästen muss alles heraus, sonst verzieht sich der Korpus.
Soll ich Kartons nummerieren?
Bei großen Haushalten lohnt es sich. Nummer auf den Karton, Inhalt in eine Liste am Handy, dann finden Sie auch nach zwei Wochen noch den Föhn.
Holen Sie sich Ihren Fixpreis
Kostenlose Besichtigung vereinbaren – telefonisch oder per WhatsApp. Das Angebot kommt schriftlich, entscheiden können Sie in Ruhe.