Der Umzugstag Stunde für Stunde
Wer weiß, was wann passiert, ist entspannter. Hier der Ablauf eines normalen Umzugstags für eine Wiener Zweizimmerwohnung.
7:30 Uhr: Die Halteverbotszone
Wenn eine Zone beantragt wurde, steht sie seit dem Vortag. Trotzdem lohnt sich ein Blick am Morgen, ob jemand trotzdem geparkt hat. Passiert das, ist es kein Drama: Die Polizei lässt abschleppen, aber das kostet Zeit. Deshalb der frühe Blick.
- Zone kontrollieren, ob sie frei ist
- Haustür und Aufzug entsperren lassen
- Aufzug, wenn möglich, für zwei Stunden reservieren
8:00 Uhr: Ankunft und Rundgang
Das Team kommt, stellt den Wagen und geht mit Ihnen durch die Wohnung. Dieser Rundgang dauert fünf Minuten und entscheidet über den ganzen Tag. Sie zeigen, was mitkommt, was bleibt und was besonders vorsichtig behandelt werden soll.
Danach wird das Stiegenhaus abgedeckt, wo es nötig ist, und die Reihenfolge festgelegt: erst die Kartons, dann die zerlegbaren Möbel, zum Schluss die schweren Einzelstücke.
8:15 bis 11:00 Uhr: Ausräumen
Jetzt geht es zügig. Zwei Träger schaffen bei normalem Weg etwa vierzig bis sechzig Kartons pro Stunde. Parallel wird demontiert, was demontiert werden muss. Beschläge kommen in beschriftete Beutel, damit beim Aufbau nichts fehlt.
Ihre Aufgabe in dieser Phase ist es, erreichbar zu sein. Es kommen Fragen, und jede beantwortete Frage spart fünf Minuten Suchen.
11:00 Uhr: Fahrt
Innerhalb Wiens dauert die Fahrt selten länger als dreißig Minuten. Nutzen Sie diese Zeit, um in der neuen Wohnung schon einmal zu sein und die Türen aufzusperren. Wenn Sie können, kleben Sie Zettel an die Zimmertüren mit den Raumnamen, die Sie auf den Kartons verwendet haben.
11:30 bis 15:00 Uhr: Eintragen und Aufbauen
Das Eintragen geht schneller als das Ausräumen, weil nichts mehr gesucht werden muss. Die Kartons gehen direkt in die beschrifteten Räume. Danach werden die zerlegten Möbel wieder aufgebaut, meistens zuerst die Betten, damit der Abend gesichert ist.
Rechnen Sie damit, dass der Aufbau länger dauert als erwartet. Ein Kleiderkasten braucht zu zweit rund vierzig Minuten, ein Hochbett auch.
15:00 Uhr: Besenrein und Abnahme
Zum Schluss fahren wir noch einmal in die alte Wohnung und kehren aus. Verpackungsreste unserer eigenen Arbeit nehmen wir mit. Die Wohnung ist damit besenrein, wie es die meisten Mietverträge verlangen.
Dann gehen wir mit Ihnen durch die neue Wohnung, kontrollieren, ob alles steht, und Sie unterschreiben. Bezahlt wird bar mit Beleg oder auf Rechnung per Überweisung, ganz wie es Ihnen lieber ist.
Was den Zeitplan am häufigsten verschiebt
Die zugeparkte Zone
Die Zone ist genehmigt, die Tafeln hängen, und um sieben steht trotzdem ein fremdes Auto darin. Dann wird die Polizei verständigt, und bis das Fahrzeug weg ist, vergeht Zeit, die im Plan nicht vorgesehen war. Fotografieren Sie die Tafeln am Vorabend und noch einmal am Morgen. Und stellen Sie, wenn Sie ein eigenes Auto haben, dieses schon am Abend davor hinein.
Wenn der Lift steht
Viele Altbaulifte beginnen erst im Zwischenstock, fassen zwei Personen und tragen einen vollen Karton, aber keinen Kasten. Kommt dazu, dass im Haus gerade jemand anderer ausräumt, verdoppelt sich die Tragezeit. Fragen Sie vorher bei der Hausbetreuung nach, ob der Aufzug am Termintag frei ist, und rechnen Sie im Altbau grundsätzlich damit, dass alles über die Stiege geht.
Kartons, die offen sind
Der häufigste Grund für einen späten Feierabend steht um acht Uhr im Wohnzimmer: fünfzehn halb gefüllte Kartons. Das Team trägt Möbel, sortiert aber nicht Ihre Laden, und solange in einem Raum noch gepackt wird, kann er nicht ausgeräumt werden. Sind am Vorabend alle Kartons zu und beschriftet, verschiebt sich der ganze Tag um etwa eine Stunde nach vorne.
Der Vorabend entscheidet über den Tag
Gehen Sie am Abend davor eine Runde durch die Wohnung und schließen Sie jeden offenen Karton. Danach räumen Sie den Weg frei: Vorraumteppich weg, Garderobe leer, Türkeile bereit, im Stiegenhaus nichts abgestellt. Tauen Sie den Kühlschrank ab und trocknen Sie ihn aus, sonst tropft er im Laderaum auf die Kartons darunter. Der Wasserzulauf der Waschmaschine gehört am Vorabend zugedreht und der Schlauch geleert.
Legen Sie zum Schluss alles an einen Platz, was am Morgen zur Hand sein muss: die Schlüssel für beide Wohnungen, das Übergabeprotokoll, das Ladekabel fürs Telefon, Wasser für alle und die Nummer der Hausverwaltung. Ziehen Sie das Bett erst ganz zuletzt ab und packen Sie Bettzeug und Handtücher in einen eigenen, deutlich beschrifteten Karton, der als Erstes in die neue Wohnung getragen wird. Sonst wird der erste Abend lang.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Umzug wirklich?
Eine Garçonnière drei bis vier Stunden, zwei Zimmer fünf bis sechs, drei Zimmer sieben bis acht. Ohne Lift jeweils ein bis zwei Stunden mehr.
Muss ich den ganzen Tag dabei sein?
Idealerweise ja, zumindest am Anfang und am Ende. Es kommen Fragen, und wer sie sofort beantwortet, spart dem Team und sich selbst Zeit.
Was, wenn es länger dauert als geplant?
Beim Fixpreis ändert das nichts an Ihrer Rechnung. Das Risiko der Zeit tragen wir, nicht Sie.
Kann ich am Umzugstag noch etwas dazugeben?
Kleinigkeiten ja. Wenn es deutlich mehr wird als besichtigt, sprechen wir vorher darüber, bevor wir laden.
Was passiert bei Regen oder Schnee?
Gearbeitet wird trotzdem, nur langsamer. Im Stiegenhaus wird nass, was getragen wird, deshalb kommen Kartons zuerst und Polstermöbel unter Decken. Legen Sie im Vorraum alte Handtücher oder flach gedrückte Kartonstücke aus, damit die Stufen nicht rutschig werden. Bei Schnee räumen Sie den Streifen vom Haustor zum Wagen frei, bevor das Team kommt.
Wie viele Leute kommen zu einer Zweizimmerwohnung?
In der Regel zwei bis drei, je nach Stockwerk und Aufzug. Ohne Lift im dritten Stock ist eine Person mehr sinnvoller als eine Stunde länger, weil das Tragen sonst zu lange auf denselben Schultern hängt. Die Zahl wird bei der Besichtigung festgelegt und ändert am Fixpreis von € 690 für zwei Zimmer nichts.
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